Category Archives: Kunstunterricht

Luftgitarrenkunstpädagogik

Air guitar parts, by Paulgb

intro
Dieser Text ist ein Versuch. Der darin besteht, das Phänomen Luftgitarrespielen aus der Popkultur zu leihen und für die Kunstpädagogik fruchtbar zu machen[i]. Es soll der Umriss einer Luftgitarrenkunstpädagogik gezeichnet werden.
„Du hast wohl zu viel Zeit“ sagte ein Kollege zu mir, als ich ihm von der Idee, ein kunstpädagogisches Seminar über das Luftgitarrespielen zu veranstalten, erzählte. Ich würde sagen: Es ist ein Versuch, die Zeit, in der ich lebe, ernst zu nehmen[ii]. Das meint, die uns derzeit umgebenden Phänomene der Gegenwartskultur zum Teil meiner Überlegungen  zu machen . Warum aber ausgerechnet die Luftgitarre? Zuerst einmal: Weil alle sie spielen können. Es gibt keine finanziellen Hürden. Das einzig Schwierige ist die Überwindung  einer Hürde, die ich jetzt mal „Peinlichkeitsgrenze“ nenne. Doch davon später mehr.
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Netzwerkwoche: We, the Art Workers or: how to start a microrevolution?, 6.-9. Juni 2017

Vom 6. bis 9. Juni 2017 findet an der HKB Bern das Netzwerkmodul für Studierende der Masterstudiengänge Art Education statt. Intention der Veranstaltung ist es, sich hochschulübergreifend zu vernetzen und sich über aktuelle Fragen und Bedingungen der Kunstvermittlung auszutauschen. Dazu gehören Theorie und Praxis, Formate und Inhalte genauso wie aktuelle Arbeitsbedingungen von Kunstvermittler_innen. 2017 lautet das Thema der Netzwerkwoche: We the art workers or: How to start a microrevolution?

Der Titel ist gleichermaßen Frage und Statement: Inwieweit hat sich im Feld der Kunstvermittlung der von verschiedenen Stellen geforderte Paradigmenwechsel von der Reproduktion zur Produktion von Wissen niedergeschlagen? Ist Kunstvermittlung Arbeit? Wer sind „wir“, welche Strategien verfolgen „wir“, und wie können „wir“ uns organisieren? Was meint eigentlich: Kunstvermttlung? Welchen Bedingungen unterliegt sie? Wessen Kunstvermittlung ist es? Was wird wem vermittelt? Welche Ziele werden und wurden von VermittlerInnen und von Institutionen verfolgt und warum?

Vor diesem Hintergrund eröffnet die diesjährige Netzwerkwoche einen Dialog, um die Potenziale der Kunstvermittlung für die Unterrichtspraxis an Schule und Museum herauszuarbeiten. Unterschiedliche Formate, um diese Fragen multiperspektivisch zu bearbeiten, werden vorgeschlagen und erprobt: Am Dienstag beginnt das Netzwerkmodul mit vier Workshopgruppen (Helena Björk, Danja Erni & Jun.-Prof. Dr. Nanna Lüth, Dr. Annika Hossain, Konstanze Schütze). The Art Educator’s Talk LIVE am Dienstag Abend (eröffnet ein Forum, um grundlegende Fragestellungen der Kunstvermittlung miteinander zu diskutieren. Diese Diskussionen werden am Mittwochnachmittag beim Art Educator’s Tea fortgesetzt, der Raum für selbstorganisierten Austausch bietet. Am Mittwochabend vertieft der Vortrag des Forschungsmittwochs von Prof. Dr. María Acaso die Diskussion, unter anderem mit der Figur der „microrevolutions“, die KunstvermittlerInnen in ihrem täglichen Handeln produzieren können. Nach einem Workshoptag am Donnerstag führt der Freitag die unterschiedlichen Perspektiven in einer Manifesto Session zusammen.
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Save the Date: MethodeMandy @Leuphana, 11.04.2016

DruckMethode Mandy: Was ist aktuelle Kunstpädagogik?
Ein Workshop am Institut für Kunst, Musik und ihre Vermittlung (IKMV) der Leuphana Universität Lüneburg am Montag, 11. April 2016, 10-12 Uhr, mit Kristin Klein und Annemarie Hahn, Raum C16.110.
Wenn Veränderungen von Schule aus ihren Anfang nehmen sollen, dann müsste Methode Mandy als Toolbox konzipiert werden, mit deren Hilfe Neues und Marginalisiertes immer wieder zum Thema gemacht, Inhalte und Vorgehensweisen fortwährend neu verhandelt und Aktualisierungen so beständig Eingang in den Unterricht finden können. Fragen wie die folgenden könnten für ein solches Vorgehen als tools oder cues dienen: Wie lassen sich im schulischen Kontext Interessen und Fähigkeiten der SchülerInnen offenlegen, ohne die gängigen und von extern gesetzten kanonisierten Stan- dards und Kompetenzen zu reproduzieren? Wie können implizites Wissen und Können sichtbar gemacht werden? Welche Zumutungen bringt Methode Mandy für Lehrende, für SchülerInnen und für die institutionali- sierte Bildung? Wie kann das Wissen um das „andere“, vorhandene oder gewünschte Können sich als dauerhafte Variable in die Institution Schule einschreiben? Was bedeutet es, wenn man von der Idee ausgeht, dass Schule sich wechselseitig zu gesellschaftlichen Veränderungen immer wieder aktualisieren und erneuern kann?
Methode Mandy möchte einen Raum des freien Programmierens von Handlungen und Kommunikation, von Können, von Wissen und von möglichen zukünftigen Gegenwarten eröffnen.
(Hahn, Hausmann, Laabs, Klein, Kolb & Schütze in What’s Next? Art Education, Kopaed Verlag 2015, S. 117)

 

The Art Educator’s Talk

Bildschirmfoto 2016-08-05 um 21.10.04The Art Educator’s Talk ist ein dreisprachiges Interviewprojekt mit KunstvermittlerInnen, KunstlehrerInnen, KuratorInnen. Ziel ist es, verschiedensten Konzeptionen von Kunstvermittlung ein Forum zu geben. What does s/he say?
In dieser Ausgabe: Maria Acaso (Madrid), die in Spanien und Lateinamerika schon seit einiger Zeit für eine “rEDUvolution” argumentiert, Kathrin Sohn (Berlin), arbeitende Kunstlehrerin und Künstlerin, Helena Björk (Helsinki), die derzeit als Kuratorin und Kunstlehrerin in der SekI & Sek II arbeitet, Daniel Neugebauer (Eindhoven), Leiter der Abteilung für Marketing, Vermitan der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK), Wiebke Trunk (Oldenburg), Künstlerin und Kunstvermittlerin, Britta Petersen (Bremen), Kunstvermittlerin und Kunstwissenschaftlerin (Universität Bremen). http://arteducatorstalk.net; Konzept & Redaktion: Gila Kolb & Cynthia Krell; blogwork: Wolfgang Jung

#Neues zum Einhorn

Einhorn, Nashorn

Einhorn, Nashorn

Im Falle das Rhinozeros Dürers Thema im Kunstunterricht ist und eine Aktualisierung bzw. ein Bezug zur Lebenswelt von Schüler_innen hergestellt werden soll: Plinius der Ältere und Marco Polo beschrieben ein Tier, das stark dem Nashorn ähnelt und bezeichneten es als Einhorn.
“Auf Klein-Java leben viele wilde Elefanten und Einhörner, die kaum kleiner als Elefanten sind. Ihr Fell gleicht jenem der Büffel, und Füße haben sie wie Elefanten. Mitten aus der Stirn wächst das dicke schwarze Horn. […] Das Einhorn hat einen Kopf wie ein wilder Eber und neigt ihn unverwandt bodenwärts. Mit Vorliebe hält es sich im Morast und im Schlamm auf. Zum Ansehen ist es ausgesprochen hässlich.” (ganzes Zitat hier) Der Beschreibung nach klingt das mehr wie ein Nashorn, finde ich. Dann aber stellt sich die Frage, wie es von diesem “Einhorn” zum heute eher mit einem Pferd ähnlichen Einhorn kommt?
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