Category Archives: institution

Luftgitarrenkunstpädagogik

Air guitar parts, by Paulgb

intro
Dieser Text ist ein Versuch. Der darin besteht, das Phänomen Luftgitarrespielen aus der Popkultur zu leihen und für die Kunstpädagogik fruchtbar zu machen[i]. Es soll der Umriss einer Luftgitarrenkunstpädagogik gezeichnet werden.
„Du hast wohl zu viel Zeit“ sagte ein Kollege zu mir, als ich ihm von der Idee, ein kunstpädagogisches Seminar über das Luftgitarrespielen zu veranstalten, erzählte. Ich würde sagen: Es ist ein Versuch, die Zeit, in der ich lebe, ernst zu nehmen[ii]. Das meint, die uns derzeit umgebenden Phänomene der Gegenwartskultur zum Teil meiner Überlegungen  zu machen . Warum aber ausgerechnet die Luftgitarre? Zuerst einmal: Weil alle sie spielen können. Es gibt keine finanziellen Hürden. Das einzig Schwierige ist die Überwindung  einer Hürde, die ich jetzt mal „Peinlichkeitsgrenze“ nenne. Doch davon später mehr.
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Save the Date: Symposium: Vom Archiv ausgehend. Institutionelle Geschichte(n), Regime der Bildung, künstlerische Praxen und Erinnerungspolitiken. 20.04.-23.04.2016

Ausstellung Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung Installation: Elke Krasny und Barbara Mahlknecht, Unheimliche Materialien, 2016 Foto: Lisa Rastl © Akademie der bildenden Künste Wien

Ausstellung Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung. Installation: Elke Krasny und Barbara Mahlknecht, Unheimliche Materialien, 2016 Foto: Lisa Rastl © Akademie der bildenden Künste Wien

Das Symposium Vom Archiv ausgehend. Institutionelle Geschichte(n), Regime der Bildung, künstlerische Praxen und Erinnerungspolitiken findet vom 20.04.2016 – 23.04.2016, Akademie der bildenden Künste Wien im Atelierhaus, Lehargasse 8, 1060 Wien, 2. OG Mehrzwecksaal und im Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Aktsaal statt. Es ist eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung im Ausstellungsraum der Akademie der bildenden Künste Wien xhibit, kuratiert von Elke Krasny und Barbara Mahlkecht (Booklet hier)
“Vorträge, Diskussionen und Workshops mit: Tal Adler/Friedemann Derschmidt/Elisabeth Samsonow/Karin Schneider/Anna Szöke/Niko Wahl, Eva Blimlinger, Zsuzsi Flohr/Benjy Fox-Rosen/ Eduard Freudmann/Eva Reinold/Luisa Ziaja, Minna L. Henriksson, Gila Kolb, Elke Krasny, Martin Krenn, Barbara Mahlknecht, Verena Pawlowsky, Birgit Peter, Sabine Plakolm-Forsthuber, Suely Rolnik, Dirk Rupnow, Anna Schürch, Bernadett Settele, Nora Sternfeld.
Am 21. April gestalten Mitglieder der Arbeitsgruppe Kunst, Pädagogik, Geschichte – Gila Kolb, Barbara Mahlknecht, Anna Schürch, Bernadett Settele und Nora Sternfeld – zwei Workshops. Die AG Kunst Pädagogik Geschichte arbeitet die Konstruktionen „fachlicher Grundlagen“ der Kunsterziehung auf und untersucht, welche Kunstbegriffe dabei relevant waren und auf welche Narrative oder Theorien Bezug genommen wird.”
Anmeldung zu den Workshops hier: conference_arteducation@akbild.ac.at

The notion of a shift: e.g. Madrid. 3: spaces

During our visit in Madrid, we went to see cultural spaces, such as the Prado Media lab – Javier Laporta was so kind to show us around. This Media Lab is a space for the public. Therefore, the Public is not considered as such, but as “users”. In the basement, there is a fablab, the ground floor provides space to meet, work & exhibit, at second floor is an auditorium to be found- together with three spaces for residencies. (Which I wonder who´s going to be there for the next year…) There are a lot of groups meeting and developing ideas within the space. The only condition is, that the projects have to have some kind of common interest. I don´t know if they´d like to hear it, but from my view, it is like a huge laboratory for art education. (And: Don´t miss the staircase!)
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Willkommen, Kultur, Kassel

01 HNA KSS 20151114 Prod-Nr 1355478 Seite 2 13. 11. 2015

HNA, Samstag, 14. November 2015

“Wozu subventioniert ein Bundesland Dutzende Sinfonieorchester und Opernchöre, wenn dort nicht der Versuch gestartet wird, für die Neubürger zu musizieren? Wozu hat jedes Kaff ein Heimatmuseum, wenn der Direktor ihnen nicht einen Eindruck dieser Heimat vermitteln will? (…) Vieles wird naturgemäß schieflaufen oder schon im Ansatz scheitern. Das ist nicht schlimm, denn für beide Seiten ist die Lage völlig ungewohnt. Es geht nicht darum, staatlicherseits allen schnell die deutsche Leitkultur einzubimsen. Die gibt es ja nicht. Aber dieses spezifisch europäische Lebensgefühl einer gewissen Wahlfreiheit, Lockerheit, Toleranz und Vielfalt – das ließe sich doch ansatzweise rüberbringen. Wozu haben wir sie denn sonst, diese ganze teure Kultur?”, schreibt Dirk Schümer am 12.11. in der Zeitung “Die Welt“.
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Exhibition “ni arte, ni educatión”

nini cabecera rrssOctober 30th, an exhibition with the title “ni arte, ni educatión” (neither art, nor education) will open its doors at Matadero, Madrid. The exhibition proposes different activities: it is about research,  the city, diversitydisobeying…it´s a contact zone between the two discourses: Art and education. It is incited by the collectives “pédagogicas invisibles” and “Grupo de pensamiento de Educación Disruptiva de Matadero Madrid (GED)“.There will be 21 projects realized in difference forms. If you happen to be in Madrid between October 30th 2015 and January 30th 2016: It´s a recommendation!
Torsten Meyer and me are going to have a talk there (PDF) with Maria Acaso on What´s Next? Art Education, december 11th, 7 pm.

Luis Camnitzer on “ni arte, ni educatión”:
” “Ni arte ni educación”, por lo tanto, no es aquí una declaración nihilista que proponga un desierto cultural unificado por la ignorancia. Es, en cambio, una declaración crítica del uso de ambas palabras pero que no niega ni una ni otra. Es una frase que denuncia la separación disciplinaria que obliga a fragmentar el conocimiento. Es una crítica que nos propone un desafío para que nos pongamos a generar sistemas de órdenes creativos y a hacerlo creativamente. Es una declaración que busca una palabra que todavía no existe. O, en su lugar, que trata de recargar y unificar las palabras ya conocidas y por ahora muertas por el mal uso. Es una frase que quiere facilitar la liberación de los individuos en tal forma que dentro de su individualidad se puedan definir como una unidad pensante y sensible, pero dentro del contexto del bien colectivo.”

http://www.niartenieducacion.com

Out now: „Irgendwas zu Afrika“ – Herausforderungen der Vermittlung am Weltkulturen Museum

IMG_7982„Irgendwas zu Afrika“ – Herausforderungen der Vermittlung am Weltkulturen Museum
(Kunst) vermitteln im Weltkulturen Museum in Frankfurt – wie kann das gehen?
Von 2010-2015 leitete Clémentine Deliss das Weltkulturen Museum Frankfurt und prägte das Programm. Das hatte Folgen für die Vermittlung im Weltkulturen Museum.
Das von Stephanie Endter und Carolin Rothmund herausgegebene Buch bietet Einblick in die aktuelle Arbeit von Vermittlerinnen. Es repräsentiert nicht – es zeigt die fragile Arbeit vor Ort mit den Menschen, die ein Museum besuchen – und denen, die dort vermitteln. Der Band zeichnet sich durch eine Vielfalt von Stimmen aus, Praktiker_innen, die von ihrer Arbeit erzählen, Einblick in Protokolle oder Auseinandersetzungen mit eigenen Fragestellungen geben. Diskussionen ergeben ein vielstimmiges Manifest, werfen Fragen auf, geben individuelle Antworten und geben Anleitung: Es sind die Fragen nach der Reflexion (oder auch Präskription) der eigenen Vermittlungspraxis. (Vgl. S. 209ff.)

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Phyllis Kiel: Die Welt ist nicht da, um uns zu beruhigen. S. 186.

13 Autor_innen hat dieses Buch – Ethnolog_in, Sprachkünstler_in, Fotograf_in, Künstler_in, Kunstvermittler_in, Kulturanthropolog_in sind nur einige Beispiele für das interdisziplinäre Feld– das auch grafisch auf die Gespräche und Einwürfe, Einwendungen und Setzungen reagiert. (Gestaltung: www.veryvery.de)

Einige Autor_innen arbeiten am Weltkulturen Museum. Andere sind Teil eines „Think Tanks“, der die Vermittler_innen am Haus begleitet und reflektiert. Nicht zuletzt bleibt, was an Abend der Buchpräsentation mehrfach aufgerufen wurde: Nicht nur die Besucher_innen könnten enttäuscht von der Vermittlung sein – was die/der Vermittler/in aushalten muss- sondern auch die Vermittler_innen haben Erwartungen an Besucher_innen, die enttäuscht oder erfüllt werden.
Das Buch ist nun erschienen und bildet einen Dialog ab. Ich bin gespannt, wie sich dieser nach der Buchpräsentation am 24. September im Haus und im Dialog mit der Fachcommunity entwickeln wird. Nicht alles, was im Buch steht, ist neu. Das braucht es auch nicht zu sein, denn es dient einer ersten Positionierung. Klar ist auch, dass dieses Buch ein Anfang ist – und eine Einladung zum gemeinsamen Gespräch, an einen Tisch, der verbindet aber auch trennt, um Positionen zu verhandeln (Nora Sternfeld beim Abendvortrag “Versammeln und Auseinandersetzen” zur Buchpräsentation).
Für Kunstvermittler_innen sei dies ertragreiches Buch empfohlen, da es vermittlerische Arbeit ernst nimmt, bis in ihre Repräsentation ins Buch hinein. Für Kunstlehrer_innen ist es lesenswert, da es zeigt, wie die Arbeit mit Themen eines ethnologischen Museums wie Kolonialismus, Migration aussehen kann und den damit verbundenen, ohne Zweifel schwierigen Prozess deren Vermittlung auffaltet – und dies mit Themen, die ohne Zweifel schon jetzt in der Realität des Klassenzimmers angekommen sind.

Infos:
Weltkulturen Museum, Stephanie Endter, Carolin Rothmund (Hg.): „Irgendwas zu Afrika“– Herausforderungen der Vermittlung am Weltkulturen Museum. Kerber Verlag Bielefeld, Berlin, 2015. ISBN: 978-3-7356-0137-7

Was brauchen wir? Oder: Was wollen wir? (Eine Tischrede)

Matthias Berthold: Anweisungen, 2005

Matthias Berthold: Anweisungen, 2005

Im Juli 2013 fand zur Museumsnacht in Dresden eine Tischgesellschaft vor dem Königspavillon am Hauptbahnhof statt. Die Frage des Abend war: “Was brauchen wir? Oder Was wollen wir?” 
Eingeladen hatten mich Konstanze Schütze und Nelly Pistorius. Leider konnte ich die Tischrede an diesem Tag nicht persönlich halten. Ich schickte sie per Mail nach Dresden. Hier nun die leicht überarbeitete Version.
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Expanding thought-collectives: Some conference thoughts

This weekend (17.07. – 18.07.2015), a conference on documenta exhibitions (1997-2017) took place in Kassel. Here are some notes from the conference. The conference was part of the documenta 60 years festivity program. Five documenta Exhibitions were partially presented and discussed. Each documenta had about 3 hours with their curator (Catrine David (d1), Okwui Enwezor (d11), Roger Buergel & Ruth Noack (d12), Carolyn Christov-Bakargiev (d13) and Adam Szymcyck (d14, upcoming)).
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Luftgitarrenkunstpädagogik: Ein Manifest.

Luftgitarrenkunstpädagogik

Manifest der Luftgitarrenkunstpädagogik. Layout: Gila Kolb

Im Seminar “Luftgitarrenkunstpädagogik. Positionen der Kunstpädagogik zwischen Kunst, Bild und Popkulturan der Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie im Sommersemester 2015 entstand ein Manifest. Inhalt des Seminars war die Frage: Was hat Luftgitarrespielen mit Kunstpädagogik zu tun? Die Metapher des Luftgitarrespielens wird gerne dann benutzt, wenn der Vorwurf im Raum steht, Inhalte aus der Luft zu greifen, nicht gehaltvoll zu sein oder schlichtweg etwas zu imitieren, ohne dabei selbst „etwas“ (in diesem Falle: Töne) zu erzeugen.
Ist das so? Oder ist das Phänomen “Luftgiarrespielen” nicht vielmehr eines, das exemplarisch eine ernsthafte Orientierung am Jetzt (Meyer, 2013) aufzeigen kann? Sarina Abram, Jenny Bejm, Emma Bensel, Mona Dasbach, Sarah Kalisch, Katharina Loh, Luise Menne, Sandra Schwamborn, Jakob Sponholz, Samantha Piechaczek und Gino Ula haben so darauf geantwortet.

Das Manifest erscheint zudem in: Marr, Stefanie (Hrsg.) (2015). Tischgesellschaft (vorr. Titel),Athena Verlag.

Tagung: Die Kunst zu kritisieren. 19.06.2014, HBK Braunschweig

Bildschirmfoto 2014-06-12 um 19.38.48“Wie funktionieren Macht und Machtverhältnisse? Welche Subjekte entstehen durch sie und wie frei sind wir in unseren Entscheidungen, uns ihnen entgegenzustellen? Und last but not least: Was können wir von der Macht wissen und wie können wir dieses Wissen nutzen, um Kritik zu üben?  Die Tagung „Die Kunst zu kritisieren“ widmet sich aktuellen Auseinandersetzungen in künstlerischen, gestalterischen, philosophischen sowie queer-feministischen Debatten um Kritik als eine Form von Widerstand, Verweigerung, Ungehorsam oder als eine „Krise“ und ein „Gegen-Verhalten“. Zu Gast sind KunstkritikerInnen, TheoretikerInnen, KünstlerInnen und KuratorInnen.” 
Flyer/Programm